Bayerisches Handwerk sucht den “Super-Macher”

07.02.2010 von mbutscher

Das bayerische Handwerk sucht wie in den vergangenen Jahren den “Super-Macher”, “den handwerklich begabtesten Schüler Bayerns” zwischen 12 und 18 Jahren.

Dazu werden in den verschiedenen Regionen (eben auch in Oberfranken) Regionalcastings durchgeführt.

Das Regionalcasting funktioniert ähnlich wie bei Deutschland sucht den Superstar, nur ohne Dieter Bohlen, und ohne Vorsingen.

Quelle: TVO.

DSDS ohne Dieter Bohlen würde ja heißen, daß die dummen Sprüche fehlen. Unvorstellbar! Aber vielleicht könnte ich als Ghostwriter aushelfen:

“Das soll gerade gesägt sein? Hast Du Deine Klobrille als Lineal benutzt?”

“Hast Du ‘nen Kuchen gebacken oder einfach nur drei Meerschweinchen geröstet?”

“Dieser Schrank ist unglaublich! Unglaublich Schrott! Da würd’ ich nich’ mal Naddel drin beerdigen.”

“Mein einarmiger Großvater hätte die Trockenmauer besser hochgezogen. Mit dem Arm in Gips!”

“Legal, illegal, Scheißregal!”

Pearl topaktuell

25.01.2010 von mbutscher

Der Elektronik-Versender Pearl bietet in seinem neuen Newsletter:

Wie topaktuell die sind? Einfach mal Bilder ausschalten und stattdessen die sogenannte alternative Textbeschreibung ansehen:

Upps!

Furchtbarer Versender

23.01.2010 von mbutscher

Manche Geschenke, wenn auch nett gemeint, können ziemlich nervenaufreibend werden. So ging es mir diese und letzte Woche mit einem Gutschein der Firma bayte Computertechnik GmbH in Münchberg.

Letzte Woche, Mittwoch abend: Im Onlineshop der Firma eine Digitalkamera (“CANON Digital Ixus 85 IS”) und etwas Kleinkram bestellt. Auch wenn Münchberg nur knapp 20 Kilometer von Hof liegt, habe ich mich doch aus verschiedenen Gründen für einen Versand statt einer Abholung entschieden.

Letzte Woche Freitag: Bis jetzt keine E-Mail oder irgendeine Reaktion von bayte. Also selbst E-Mail geschrieben. Die prompte Antwort besagt, daß bayte zum einen gerade technische Probleme mit ihrem Online-Shop hat und die Bestellung nicht richtig übermittelt wurde, zum anderen wäre die gewünschte Kamera nicht mehr lieferbar. Als Ersatz bietet man mir eine “preisgleiche” (das Wort merken wir uns für später) andere Kamera an (“CANON Digital Ixus 95 IS”). Ich akzeptiere.

Könnte ein Grund für die technischen Probleme bei dem Shop vielleicht sein, daß sich niemand um die Wartung und Aktualisierung kümmert? Ich weiß es nicht.

Dienstag mittag: Bayte ruft an, erwischen mich nicht, sollen deshalb später nochmals anrufen.

Dienstag, gegen 16 Uhr: Bis jetzt kein weiterer Anruf von bayte, also rufe ich an: “Die Ware ist eingetroffen und zur Abholung bereit”. Abholung? Ich wollte es eigentlich zugeschickt bekommen, das habe ich bei der Bestellung und in der E-Mail vom Freitag auch klar gemacht. Nachdem ich es am Telefon nochmals wiederholte, kam die Antwort: “Das geht heute noch raus”. Fein!

Donnerstag, kurz nach 14 Uhr: Ware immer noch nicht da. Rufe bayte an, habe ein ungutes Gefühl. Die Ware sei vorgestern rausgegangen. Ich frage nach einer Nummer zur Sendungsverfolgung. Will man mir zumailen.

Um mir die Wartezeit zu verkürzen, sehe ich mich nochmal im Onlineshop von bayte um. Sie haben jetzt die Liste der Digitalkameras aktualisiert und … nanu … die “preisgleiche” Ixus 95 ist hier jetzt 10 Euro unter dem Preis, den man mir noch am Freitag dafür mitgeteilt hatte. Ziemlich hastiger Preisverfall bei bayte.

Ich entschließe mich, das einfach zu ignorieren und nicht weiter zu erwähnen. Andernfalls hätte ich vielleicht noch einen 10 Euro Gutschein bekommen und das wäre schon an der Grenze meiner nervlichen Belastbarkeit.

Donnerstag, kurz nach 15 Uhr: Immer noch weder Ware noch Sendungsverfolgungsnummer. Ich schreibe eine E-Mail zur Erinnerung.

Donnerstag, ca. 16 Uhr: Jemand will mich anrufen, aber ich telefoniere gerade.

Donnerstag, kurz nach 16 Uhr: Bislang keine E-Mail-Antwort. Rufe wieder bayte an, der Mitarbeiter  sagt mir, er hätte schon versucht, mich vor 10 Minuten anzurufen, denn ihm sei ein Fehler passiert. Er hätte mich mit jemandem mit ähnlichem Namen verwechselt, meine Ware liege noch hier. Eine Kollegin könnte die Ware persönlich vorbeibringen. Dann verbindet er mich weiter, damit ich mit dieser Kollegin einen Termin ausmachen kann.

Donnerstag, kurz nach 19:30 Uhr: Endlich! Die Ware ist da und funktioniert sogar.

Fassen wir also zusammen: Bayte betreibt einen veralteten, fehlerhaften Online-Shop (könnte inzwischen repariert sein, aber ich bin nicht optimistisch), kann sich nicht merken, daß die Ware versandt werden soll, sichert dann die Versendung zu, läßt die Ware aber stattdessen zwei Tage kommentarlos herumliegen und erst wenn man gezielt nachbohrt, entschließt sie sich doch mal, sich um die Sache zu kümmern.

Von einem kleinen Wohnzimmer-Versender bei ebay könnte ich das vielleicht noch akzeptieren, aber wer sich mit einer langen Referenzliste von Firmen, Schulen und ein paar öffentlichen Einrichtungen als Kunden schmückt, von dem erwarte ich etwas mehr.

Soweit ich weiß, soll die Firma beim Vor-Ort-Geschäft ja durchaus in Ordnung sein, aber wenn man Versandhandel nicht zustande bringt, dann soll man es bitteschön lassen!

Im Netz der Kinderschänder?

10.01.2010 von mbutscher

Stefan Tomik, Politikredakteur bei der FAZ, hat einen Artikel über Internetsperren geschrieben. Das hat er schon früher getan und seitdem anscheinend wenig neue Erkenntnisse gewonnen, denn auch im neuen Artikel “Im Netz der Kinderschänder” hält er die Idee von Netzsperren noch immer für gut:

Kritiker sagen, die Sperren seien technisch leicht zu umgehen und daher unwirksam. Manche hinterfragen, ob es überhaupt einen Zusammenhang gibt zwischen dem virtuellen Bildertausch und realem Missbrauch.

Die Täter, mit denen Peter Vogt zu tun bekam, waren technisch weitgehend unbeschlagen. „Das kleine Handwerkszeug konnten sie“, sagt er. „Aber in elf Jahren haben es nur drei Täter geschafft, ihre Festplatten zu verschlüsseln.“

Festplatten zu verschlüsseln macht Arbeit und bringt ja scheinbar erst einmal nichts (solange keine Polizei vor der Tür steht) und der Anteil fauler und unvorsichtiger Menschen unter den Sammlern von Kinderpornographie dürfte genau so hoch sein wie dieser Anteil an der Gesamtbevölkerung.

Wenn man aber jemandem Hindernisse in den Weg stellt und das zu erreichende Ziel interessant genug ist, wird man sich die technischen Kenntnisse schon aneignen. Als ich Probleme mit einem tropfenden Wasserhahn und dem Schloß der Wohnungstür hatte, hat mir auch jeweils ein Blick in ein Heimwerkerbuch geholfen. Keine komplizierten Dinge, aber das ist das Umgehen der Internetsperren auch nicht.

Zudem zeigt auch die Operation „Marcy“, dass die Konsumenten der Bilder teilweise selbst Kinder missbraucht haben. 14 Kinder konnten aus sexuellem Missbrauch befreit werden, 12 Personen kamen sofort in Untersuchungshaft. Noch während der Ermittlungen springt ein Lehrer an einem Internat in Baden-Württemberg von einer Brücke in den Tod.

Unsachliche Erwiderung: Immerhin mußten sie dann die Festplatte des Lehrers nicht mehr auswerten, wieder Arbeit gespart.

Sachliche Erwiderung: Ob die Konsumenten wegen, trotz oder unabhängig von der Kinderpornographie Kinder mißbrauchten wird dadurch nicht gezeigt.

So leicht es ist, solche Bilder zu finden, so schwer ist es, ihre Strafbarkeit zu beurteilen. Nacktbilder von Kindern sind in Deutschland nicht per se verboten. [...] Geschickt bewegen sich die Betreiber der Angebote am Rand der Legalität. Sie schneiden Fotos so an, dass das wahre Alter der Person zu erahnen, aber nicht sicher zu bestimmen ist. Bilder werden eingestreut, die für sich genommen nicht justitiabel sind.

Sollen da die Internetsperren helfen? Einfach mal etwas sperren, weil es auf rechtsstaatlichem Weg nicht geahndet werden kann? Tomik bringt es nicht direkt mit den Internetsperren in Verbindung, aber so ganz wird der Sinn des Absatzes an dieser Stelle sonst nicht klar.

Alvar Freude vom „Arbeitskreis Zensur“ [...] schrieb ein Programm, das die Adressen der Sperrlisten aus europäischen Staaten prüft. Es beschafft sich den Quelltext dieser Seiten, aber keine Bilder, denn schon das Speichern der Fotos könnte strafbar sein. Freudes Auswertung ergab, dass die Mehrzahl der Seiten leer oder „geparkt“ war. Allerdings waren die Listen da schon bis zu mehreren Monaten alt.

Als Privatperson war Alvar Freude natürlich auf die geleakten Listen angewiesen, die mitunter schon etwas angestaubt waren.

Von 348 angeschriebenen Providern in 46 Staaten antworteten 250 binnen 12 Stunden. Zehn Provider wollen insgesamt 61 illegale Inhalte entfernt haben. Freude formulierte: „Löschen statt verstecken – es funktioniert!“ Ob und wann die übrigen 98 Provider reagierten, dokumentiert er nicht. Zudem fand eine inhaltliche Vorab-Prüfung der Seiten nicht statt.

Die inhaltliche Vorab-Prüfung hätte ihn möglicherweise vor einen Richter gebracht.

Da Privatpersonen eben nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur Überprüfung der Sperrlisten und weiterer Behauptungen zu dem Thema haben, sollten eigentlich von Seiten der Politik und der Strafverfolgung handfeste Zahlen und Fakten kommen.

Dort besteht Zugriff auf die Informationen und damit eigentlich auch die Beweislast für die Sinnhaftigkeit der Internetsperren. Mehr als ein paar Zahlen mit zweifelhafter Belastbarkeit und wolkig nebliges Gerede kam aber noch nicht.

Lange Alarmkette

09.01.2010 von mbutscher

Hoffentlich hat sich die Geschichte nicht wirklich so abgespielt, wie ich es aus der Pressemitteilung der oberfränkischen Polizei herauslese, denn sonst wäre folgendes passiert:

An einem Dienstag um ca. 17 Uhr in der Melchior-Franck-Schule in Coburg entdeckt eine noch anwesende Schulpsychologin, daß es aus dem Lehrerzimmer heftig qualmt. Sie könnte (und sollte!) jetzt die Feuerwehr rufen.

Stattdessen trifft sie vor dem Sekretariat eine dort arbeitende Putzfrau und erzählt ihr, daß es aus dem Lehrerzimmer qualmt.

Während man noch so gemütlich plauscht, kommt der Hausmeister vorbei. Als auch dieser eingeweiht ist, daß es aus dem Lehrerzimmer qualmt, schnappt er sich … kein Telefon, sondern den Feuerlöscher. Selbst ist der Mann!

Nachdem die heftige Rauchentwicklung den Hausmeister aber zum erfolglosen Rückzug zwingt, fällt ihm ein, daß in der Turnhalle noch einige Schüler Sport treiben und es vielleicht mal Zeit wäre, die zu evakuieren und bringt sie aus dem Gebäude.

Irgendwann wurde doch noch die Feuerwehr alarmiert, die den Brand dann unter Kontrolle brachte.

Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit

25.12.2009 von mbutscher

Es ist ja allgemein bekannt, daß Rauchen die Gesundheit gefährdet und das wußten sicher auch die drei Teilnehmerinnen einer Kur in Marktredwitz (auch wenn ich nicht weiß, wo man da kuren kann), schließlich soll so eine Kur ja gerade die Gesundheit fördern.

Dennoch legten die drei Damen draußen eine kleine Rauchpause ein und wurden prompt von einem Holzbrett am Kopf getroffen, das ein Handwerker versehentlich fallenließ, während er am dortigen Parkhaus arbeitete.

Sie mußten ihre Kur danach erst mal im Klinikum Fichtelgebirge fortsetzen.

(Quelle: tvo.de)

Passende Werbung

24.12.2009 von mbutscher

Googles Werbeanzeigen auf einer Seite richten sich nach dem Inhalt der Seite.

Manchmal paßt das außerordentlich gut, z. B. wenn geworben wird mit “Schuhe die jeden Mann betören” und “Pumps, die süchtig machen!” und die Nachricht auf der Seite davon handelt, daß ein Unbekannter eine junge Frau bei ihrer Wohnung überfallen, mit ihr gekämpft und am Ende ihre Stöckelschuhe mitgenommen hat.

Eine weitere Werbung “Nette Singles aus Deiner Umgebung. Hier wirst DU gefunden!” klingt in dem Zusammenhang aber eher beunruhigend.



Hit the bitch? What the f?

23.12.2009 von mbutscher

Wußten Sie, daß die Videospiel-Reihe Grand Theft Auto als Kampagne gegen Gewalt, Bandenkriminalität und natürlich Autodiebstahl entwickelt wurde?

Glauben Sie nicht? Stimmt auch nicht!

Außer vielleicht in Dänemark?

Dort wird nämlich jetzt ein Online-Spiel angeboten, bei dem man eine Frau, die die eigene Freundin darstellen soll, schlagen kann, bis sie ein blaues Auge hat und weint.

Wer sich auf diese Weise von “Pussy” zu “Gangsta” hochgeprügelt hat, erhält allerdings die Nachricht, daß er ein Idiot sei, weil er Frauen schlägt.

Das Ganze ist ernsthaft als Kampagne gegen häusliche Gewalt gedacht.

(Quelle: stern.de)

Natürlich ist es immer eine schwere Aufgabe, Menschen tatsächlich zu erreichen, Bewußtsein für ein Problem zu wecken. Mitunter greift man da zu ziemlich verzweifelten und damit radikalen Mitteln.

Aber man kann auch Rauchern auf den Zigarettenschachteln sagen, daß sie impotent werden, ihnen Gliedmaßen abfaulen oder sie schlicht tot umfallen, ohne daß das viel nützt.

Deshalb halte ich es doch für wahrscheinlich, daß ein solches Spiel psychisch entsprechend eingestellten Menschen eher Freude bereitet, als sie zur Einsicht zu bringen.

Ich hätte da eine Lösung

18.11.2009 von mbutscher

An einer Autobahnraststätte wurden einem LKW-Fahrer Schuhe im Wert von 20.000 EUR von der Ladefläche geklaut.

Dabei gäbe es speziell für diesen Fall eine einfache Lösung, um das zu verhindern:

In Zukunft transportieren einfach zwei Lastwagen auf verschiedenen Routen die Schuhe. Einer fährt die linken, der andere die rechten.

 

Auf dem Trockenen

11.11.2009 von mbutscher

Warum es passierte, ist natürlich nur meine Spekulation, aber vielleicht stellte der Mann kürzlich fest, daß er finanziell auf dem Trockenen saß und wollte sein Konto wieder flüssig machen.

Also betrat er abends um 23 Uhr eine Sparkasse in Marktredwitz und … pinkelte in den Kontoauszugsdrucker, was zu einem Schaden von 10.000 Euro und wohl auch unangenehmem Geruch in der Bank führte.

Quelle: Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberfranken