Archive for Februar 2011

Uni Bayreuth: Alumni gestern und heute

24.02.2011

Die Universität Bayreuth legt großen Wert auf guten Kontakt und regen Austausch mit ihren Alumni.

steht auf der Seite
http://www.uni-bayreuth.de/alumni/index.html.

Die sah gestern so aus:

und heute so:

Bei manchen Alumni hat die Uni vielleicht eher ein reges Interesse daran, sie auszutauschen.

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Merkel über geistiges Eigentum

22.02.2011

Bislang scheint Bundeskanzlerin Merkel uneingeschränkt hinter Karl Theodor zu Guttenberg zu stehen, auch wenn dieser inzwischen seinen Doktortitel zurückgeben will (geht aber nicht so einfach, die Universität muß ihn aberkennen).

Wenn Merkel tatsächlich an Guttenberg festhält, wird es interessant sein zu sehen, wie sie sich in Zukunft zum Thema „geistiges Eigentum“ stellt. Ein paar Zitate von ihr ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Interview mit ZDF MoMa, 23.05.2006: „China muss lernen, mit dem geistigen Eigentum so umzugehen, wie wir das gewöhnt sind, denn das ist Raub, wenn man da einfach kopiert.“

Podcast „Mehr für Schutz geistigen Eigentums tun“, 26.04.2008: „Ich weiß, dass wir eine gesellschaftliche Diskussion brauchen, die deutlich macht: Raubkopien sind kein Kavaliersdelikt.“

Rede zum EU-LAK-Wirtschaftsgipfel, 15.05.2008: „Wir alle werben dafür, dass wir geistiges Eigentum nicht als eine einfach zur Verfügung gestellte Ware betrachten, die man beliebig kopieren kann, sondern dass der Schutz des geistigen Eigentums wirklich eine geachtete Größe und ein sehr wichtiger Beitrag zur Investitionssicherheit ist.“

Rede zur Jahrestagung des Markenverbands, 27.05.2009: „Der Respekt vor dem geistigen Eigentum setzt sich fort im Urheberrecht und in vielen anderen Bereichen, wo wir im Augenblick erhebliche Kämpfe führen.“

Rede im Museum für Islamische Kunst in Doha, 27.05.2010: „Es kommt darauf an, die Freiheit und die Innovationskraft der Wissenschaft zu fördern, in geistiges Eigentum zu investieren und auch die politischen Rahmenbedingungen zu setzen, um dieses geistige Eigentum zu schützen.“

Rede bei BMW-Festakt „Wir bauen die Zukunft“, 05.11.2010: „Wenn ich an manche aufstrebende Länder denke, dann müssen diese immer wieder an freien Handel, an die Einhaltung des Patentrechts und des Prinzips des geistigen Eigentums erinnert werden.“

Rede bei Festakts zum 125-jährigen Bestehen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), 15.12.2010: „Ich glaube, ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang [Genforschung bei Pflanzen], wie auch im gesamten Bereich der Forschung, die Frage des Schutzes geistigen Eigentums.“

Rede bei Festakt „125 Jahre Erfinder des Automobils“ der Daimler AG, 29.01.2011: „Auch setzen wir uns beispielsweise für faire Handelsbeziehungen in der Welt und für den Schutz des geistigen Eigentums ein.“

Internet fordert Logik fürs Kanzleramt

10.02.2011

Ein Mitglied der IT-Steuerungsgruppe des Bundes, Michael Wettengel, möchte eine „Ethik fürs Netz“, wie bei heise online unter der Überschrift „Bundeskanzleramt fordert Ethik fürs Internet“ zu lesen ist. Auch die schon zur völligen Geschmacklosigkeit durchgekaute Forderung, das Internet dürfe „kein rechtsfreier Raum sein“, darf nicht fehlen.

Zu Recht stellt der Mann fest, daß der Staat das Internet bislang (glücklicherweise) kaum reguliert hat und führt die Finanzkrise als Argument dafür an, daß eine stärkere Regulierung nötig sei.

Was ein unregulierter Finanzmarkt anrichten kann, wissen wir inzwischen (obwohl sich da vermutlich noch weitere Löcher auftun werden). Aber was könnte bei einem unregulierten Internet (zumindest über die allgemeingültigen Straf- und Zivilgesetze hinaus) denn schlimmstenfalls passieren?

Abgesehen davon macht der Finanzmarkt auch heute noch keinen besonders regulierten Eindruck.

Außerdem missfällt ihm die Verwendung von Pseudonymen:

Wettengel stört sich an den gängigen „Phantasienamen“ in Online-Foren. Normalerweise sei es ein Zeichen von Höflichkeit, dass sich der Bürger „zu sich selbst bekennt“. Er warf die Frage auf, was die „ständige Verwendung“ von Pseudonymen „für Rückwirkungen auf die reale Welt haben wird“.

Es mag eventuell höflicher sein, Realnamen zu verwenden, aber es ist noch lange nicht „unethisch“, es nicht zu tun. Wer z.B. Beleidigungen oder Verleumdungen veröffentlicht, und sich damit wirklich unethisch verhält, den wird es garantiert auch nicht stören, durch die Verwendung von Pseudonymen unhöflich zu sein.

Weiterhin gibt es Online-Foren mit Pseudonymen schon seit mehr als einem Jahrzehnt (auch wenn das viele Politiker nicht bemerkt haben) und bislang hat sich die „Rückwirkung auf die reale Welt“ sehr in Grenzen gehalten.