Archive for August 2008

Hans und Franz beim Drogentransport

24.08.2008

Diese reißerische Überschrift ist natürlich Quatsch, denn Hans und Franz sind die Brüste von Heidi Klum.

Wie dagegen die 28jährige Frau, die von der Polizei erwischt wurde, ihre Brüste nennt, ist unbekannt. Auf jeden Fall war sie Beifahrerin eines Mannes, der bei einer Polizeikontrolle mit Drogen im Körper ertappt wurde.

Um nicht auch noch Drogen am Körper zu haben, gab er kurz vor der Kontrolle je ein Beutelchen Koks und Heroin der Beifahrerin zur sicheren Verwahrung im BH. Er meinte, daß man bei der Leibesvisitation von Frauen nicht so genau sein würde, ein Irrtum.

Quelle: Pressemeldung der Hofer Polizei

Man kann sich bei Domains auch einigen

18.08.2008

Es gab ja schon öfter juristische Auseinandersetzungen um das Eigentum an einer Domain, teilweise wurde für die Übergabe auch viel Geld gezahlt.

Man kann sich aber auch einigen wie bei dlh.de. Da die Abkürzung sowohl „Deutsche Lufthansa“ als auch „Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe“ heißen kann, hat man auf der Seite einfach zwei Kästen nebeneinander gestellt, die zur jeweiligen Organisation weiterleiten.

Ein Kasten für den Deutschen Lehrerverband Hessen fehlt allerdings noch.

Etwas dazugelernt

11.08.2008

Diese kleine Geschichte zum Thema Sicherheit und Überwachung ist eine Vermischung aus heutiger Realität und möglicher Zukunft. Zum realen Anteil sind am Ende einige Links zu finden.

Das Jahr 2030. Ein Cafe, einige Tische vor der Tür, ein ergrauter Mann und seine 14jährige Enkelin an einem Tisch im Sonnenschein, ein Eiskaffee für den Herrn, Eisschokolade für das Mädchen.
„So, Du wolltest also etwas über Geschichte wissen.“
„Ja, wir nehmen in der Schule gerade den 23. Juli 2011 durch und was davor und danach war.“
„Ja, wie könnte man das vergessen. Ich war da ja fast hautnah dabei. Also zum Glück nicht am 23.7., aber bei den Protesten danach.
Also, begonnen hat das alles mit dem 11. September 2001. Du weißt doch, was da passiert ist?“
„Der Anschlag auf das World Trade Center.“
„Richtig. Es war furchtbar. Dein Papa war damals sieben Jahre alt, eigentlich hätte er das nicht sehen sollen, aber er und Oma und ich saßen stundenlang vor dem Fernseher.
Er wollte immer, daß ich das erkläre, aber ich konnte es mir selbst nicht erklären, warum man sowas tut.“
„Und dann kamen die Antiterrorgesetze?“
„Richtig. Nach und nach wurden immer mehr Plätze mit Kameras überwacht, wir mußten Fingerabdrücke in den Reisepässen hinterlassen, die Ausweisfotos mußten biometrisch lesbar sein.
Die Computer waren noch nicht so weit, deshalb mußten die Bilder einer genau vorgegebenen Schablone folgen, das war ein großer Aufwand und eigentlich lächerlich. Ach ja, lächeln durftest Du auf den Fotos nicht, das hätte den Computer verwirrt.“
Das Mädchen grinst.
„Später mußten wir das sogar in den Personalausweisen so machen.“
„Wirklich? Was sollte denn das?“
„Nichts, aber die Regierung hat immer nur gesagt, daß man damit die Ausweise nicht mehr fälschen könnte, aber die waren vorher auch schon fälschungssicher genug.
Damit sollten Terroristen leichter gefunden werden, das wäre alles zu unserer Sicherheit.
Als Argumente hatten sie da ja noch die Anschläge 2004 in Madrid und 2005 in London.“
Der Mann zieht am Strohhalm seines Eiskaffees.
„Eigentlich hätte man es da schon wissen können. London war zu der Zeit nämlich gepflastert mit Kameras.“
„Wir haben im Unterricht einen Film darüber gesehen, aber ich kann mir das gar nicht vorstellen.“
„Doch, wirklich. Jemand hat mal ausgerechnet, daß der durchschnittliche Londoner an einem Tag von 300 Kameras erfaßt wurde.“ Das Mädchen blickt ihren Opa erstaunt und ungläubig an.
„Und trotzdem gab es Anschläge auf den Bus und die U-Bahn. Die hatten hinterher zwar tolle Überwachungsaufnahmen davon, aber sonst hat es nichts genützt.
Ich hab‘ ja damals tatsächlich geglaubt, daß diese ganze Überwachung uns etwas bringen würde. Die Politiker haben uns ja eingeredet, daß wir ständig in Gefahr sind, jederzeit könnte in Deutschland eine Bombe explodieren oder so etwas.“
„Ihr hattet wirklich Angst davor?“
„Das war eben eine andere Zeit damals. Der Innenminister, äh,…“
„Schily?“
„Der auch, aber danach.“
„Schäuble.“
„Genau! Der hat immer noch mehr Ideen vorgebracht, was man alles tun müßte, damit Deutschland sicher ist. Wir hatten dann ein Gesetz, daß das Bundeskriminalamt Computer heimlich durchsuchen konnte, daß bei Verdächtigen Kameras installiert werden dürfen, um sie zu überwachen.
Und von allen Bürgern hat man ein halbes Jahr gespeichert, von wo aus sie mit wem telefonieren und welche Internetseiten sie ansehen.“
„Und das habt ihr Euch gefallen lassen?“
„Wir hatten Angst, wir hatten einfach Angst vor den Terroristen!
Deshalb gab es dann so kuriose Polizeiaktionen, daß ein Wissenschaftler ein Jahr beobachtet und dann verhaftet wurde, weil er ein paar gleiche Wörter in seinen Veröffentlichungen hatte wie eine angebliche Terrororganisation. Er hat sich auch mit ein paar Verdächtigen getroffen, um soziologische Recherchen anzustellen.
Das genügte, um ihn in Untersuchungshaft zu stecken und ihn auch danach lange zu überwachen.“
„Was hat diese Terrororganisation denn gemacht?“
„Die haben ein paar Autos angezündet.“
„Das ist doch kein Terror!“
„Das hat ein Gericht später auch so gesehen, aber zunächst mal hat die Staatsanwaltschaft behaupten können, das wären Terroristen und hat damit einen Haftbefehl für den Wissenschaftler gekriegt.“
Das Mädchen fängt langsam an zu glauben, daß ihr Opa sich das ausdenkt, aber er klingt sehr überzeugend.
„Am Anfang hieß es noch, die Fingerabdrücke würden nur im Ausweis oder Paß gespeichert und die Fotos nur bei den Meldebehörden. Dann hat man aber eine zentrale Datenbank aller Meldedaten eingeführt, zunächst ohne die Fotos.
Dann hat man die Fingerabdrücke auch bei den Meldebehörden gespeichert. Schließlich kam das alles in diese zentrale Datenbank, auf die auch Polizei und Geheimdienste Zugriff hatten.
Es gab immer mal wieder kleine Proteste dagegen, aber ich dachte, das alles wäre gut für die Sicherheit. Und“, Opa lächelt hilflos, „ich hatte ja nichts zu verbergen.“
Das Mädchen hatte diesen Spruch im Unterricht schon gehört. Unglaublich, wie Menschen damals ihre Privatsphäre aufgegeben hatten.
„Und dann kam eben der 23. Juli 2011.“
„Das war sicher auch sehr schlimm.“
„Natürlich. Die Terroristen haben mehrere LKWs mit Sprengstoff in die Abfertigungshallen des Frankfurter Flughafens gelenkt und explodieren lassen.
Das war gerade am Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen und viele Familien mit Kindern wollten in den Urlaub fliegen. Etwa 2000 Tote!
Aber so schlimm es auch war, man muß letztlich leider sagen, daß es uns sehr geholfen hat.“
„Warum sind die großen Proteste danach aufgekommen? Es ist doch genau das passiert, was die Politiker immer gesagt haben?“
„Nein, die Politiker haben gesagt: ‚Wenn Ihr Euch überwachen laßt, dann seid Ihr sicher‘.
Nach dem Anschlag haben sie auch wieder gesagt, daß mehr Überwachung nötig wäre und haben eine Gendatenbank aller Bürger gefordert.
Aber diesmal hat es uns gereicht, wir haben endlich begriffen, daß sie uns die ganze Zeit belogen haben und daß es echte Sicherheit nicht gibt.
Wir sind zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen, auf einer Hauptkundgebung in Berlin waren über eine Millionen Leute. Erst da hab‘ ich erfahren, daß es schon die ganze Zeit solche Proteste gegeben hat, aber man hat das nie so richtig wahrgenommen.
Andere haben außerdem Briefe und E-Mails geschrieben. Bei einer Aktion haben über drei Millionen Autofahrer für einen Tag ihr Nummernschild zugeklebt, damit man es nicht lesen konnte. Die Polizei kam mit Anzeigenschreiben nicht mehr nach. Und die Angezeigten haben argumentiert, daß es eine grobe Ungerechtigkeit sei, daß gerade sie von den drei Millionen herausgegriffen wurden.
Es gab auch Aktionen gegen die Privatwirtschaft, die hat ja auch alle möglichen Daten gesammelt. Es gab da so Rabattkarten, bei denen Du für ein paar Cent Rabatt Dein Kaufverhalten offengelegt hast. Man hat dann über zehn Millionen solcher Karten gesammelt und vor einer Konzernzentrale mit einem Laster abgekippt.
Nachdem das in Deutschland aufgekommen war, sind die Proteste nach ganz Europa übergeschwappt.
Sogar die Engländer haben sich ihre Verbrechensstatistiken mal angesehen und gemerkt, daß die vielen Kameras praktisch keinen Effekt hatten und haben auch protestiert.
Dann haben sich auch langsam die Politiker dafür interessiert und die Regierungen haben Stück für Stück die Sicherheitsgesetze zurückgenommen.
Gleichzeitig haben sich auch Wissenschaftler zu Wort gemeldet, die uns erklärt haben, daß Terror nur funktioniert, wenn man Angst davor hat, wir sollten die Anschläge als Unfälle ansehen. Das Leben ist ja immer ein Risiko und es kann immer irgendwas passieren. Es hat keinen Sinn, gerade wegen der winzigen Gefahr durch Terrorismus zu sterben ein solches Aufhebens zu machen.“
„Klar.“
„Euch ist das heute klar, wir mußten es erst mühsam lernen.“
„Warum habt ihr das nicht früher gewußt?“
„Keine Ahnung. Ich hab‘ mich das oft gefragt. Ich kann’s mir nur so erklären, daß durch diese ständigen Meldungen von Terroranschlägen, Attentatsversuchen, Terrororganisationen und das Gerede von Gefahrenraum, erhöhter Terrorgefahr und so weiter wir richtig benebelt waren. Wir haben nicht mehr darüber nachgedacht.“
„Das muß eine schlimme Zeit gewesen sein.“
„Oh ja, aber das war einmal und ist jetzt Gottseidank nur noch Geschichte.“

Terroranschlag in Madrid am 11. März 2004:
http://de.wikipedia.org/wiki/Madrider_Zuganschläge

Terroranschlag in London am 7. Juli 2005:
http://de.wikipedia.org/wiki/Terroranschläge_am_7._Juli_2005_in_London

Der durchschnittliche Londoner wird 300 Mal pro Tag gefilmt:
http://www.tecchannel.de/sicherheit/news/1726416/
http://www.usatoday.com/tech/news/surveillance/2008-07-06-cameras_N.htm

Soziologe Andrej H. wird observiert und verhaftet:
http://www.zeit.de/online/2007/34/wissenschaft-terrorverdacht-indizien

Prof. Münkler: Terroranschläge als Unfälle ansehen:
http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2008/0212/008_terror.jsp

Uran im Leitungswasser

06.08.2008

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat Uran in bedenklichen Konzentrationen im Trinkwasser gefunden. Das müßte eigentlich nicht sein,  denn man kann es ausfiltern, aber das würde die Städte und Gemeinden natürlich Geld kosten.

Aber es gäbe eine offensichtliche Lösung: Der Iran sponsort die Trinkwasserfilter, dafür bekommt er das ausgefilterte Uran zur Weiterverarbeitung.

Mehr Power

01.08.2008

Wer die Comedy-Serie „Hör‘ mal, wer da hämmert“ schon mal gesehen hat, weiß, daß „Mehr Power“ ein Lieblingsspruch der Hauptfigur Tim Taylor ist. Der Spruch gefiel aber wohl auch dem britischen Designstudenten Freddie Yauner.

Der hat, nach einer Millionstelsekundenuhr und einem Tagebuch mit einer Zeile für jede Minute, nun einen Toaster erfunden, der das Brot nach dem Toasten bis zu 5,50 Meter hoch schleudern kann.

Das einzige, was Yauner Sorgen macht, ist, daß inzwischen ein Konzern tatsächlich Interesse an diesem Gerät geäußert hat.

Möglicherweise ist es ein Rüstungskonzern, der einen Kampftoaster daraus entwickeln will?

Quelle: Spiegel online.