Archive for the ‘Seltsamer Diebstahl’ Category

Resterampe: Schiebung, Brecher, Scherenklau

25.12.2010

Kleinigkeiten, die zu schade zum Wegschmeißen sind:

Ein Fahrzeughalter wollte sich an der Raststätte Fränkische Schweiz eine kostenlose Tankfüllung genehmigen, indem er zunächst vor der Tankstelle ausstieg. Sein Mitfahrer fuhr nun zur Zapfanlage, tankte und schob das Auto von der Tankstelle weg. Danach stieg der Halter wieder zu. Daß der Halter vorher ausstieg, ergibt ja noch Sinn, so können die Überwachungskameras der Tankstelle ihn nicht aufnehmen, aber die Schiebung ergibt nun gar keinen Sinn. (Quelle: Polizei Oberfranken)

Zuerst dachte ich, ich hätte mich verlesen. Dann vermutete ich der Autor der Mitteilung hätte sich verschrieben, aber nein: Ein Mann betritt gegen 2 Uhr nachts  ein Lokal in Bayreuth, in dem er allerdings Hausverbot hat. Der verärgerte Wirt ruft die Polizei und während er auf die wartet, erbricht sich der Mann (hochdeutsch: kotzt) in das Lokal und verschwindet, hat also nicht ins Lokal eingebrochen, wie ich zuerst dachte. (Quelle: Polizei Oberfranken)

Testfrage: Stellen Sie sich vor, sie brechen in ein Friseurgeschäft ein. Was gäbe es da Wertvolles zu holen? Den Kasseninhalt? Echthaarperücken? Nein: Scheren. Ein Einbrecher hat tatsächlich gezielt Friseurscheren mitgehen lassen, mit einem stolzen Gesamtwert von mindestens 1.000 EUR. (Quelle: Polizei Oberfranken)

Betrunkene haben oft Probleme mit Wahrnehmung und Erinnerung. Ist der Betrunkene nun Opfer und einziger Zeuge einer Straftat, ergibt das mitunter auch eine eigenartige Polizeimeldung: Ein 50-Jähriger schiebt Sonntag nachmittag sein Fahrrad, stürzt, zwei Männer wollen ihm helfen, er lehnt ab, als er wieder zu sich kommt, sind das Rad und einige Wertsachen verschwunden. Die Polizei sucht verständlicherweise nach Zeugen, die das erklären können. (Quelle: Polizei Oberfranken)

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Resterampe: Besoffener Diebstahl, nüchterner Diebstahl, hinterm Mond

24.08.2010

Kleinigkeiten, die zu schade zum Wegschmeißen sind:

  1. Nach einem abendlichen Verkehrsunfall in Forchheim hatte die Polizei die Unfallstelle mit Warnleuchten abgesichert. Einem betrunkenen 23-Jährigen gefielen die Leuchten anscheinend so gut, daß er eine mitnahm und Richtung Stadt davonging, verfolgt von der Polizei, die auch noch am Unfallort war und den Diebstahl bemerkte. Aber auch schnelleres Laufen half ihm nichts, am Ende hatten ihn die Polizisten doch eingeholt. (Quelle: Polizei Oberfranken)
  2. Vermutlich ohne Alkohol (und damit ohne Entschuldigung) spazierten zwei Jugendliche in einen offenen Teil des Coburger Schlachthofs und ließen einen dort stehenden Karton mitgehen. Fehler Nr. 1: Der Bereich ist videoüberwacht, Fehler Nr. 2: Der Karton enthielt nur Kunstdärme für die Wurstproduktion. (Quelle: Polizei Oberfranken)
  3. Bei einer Fahrt in den Schlachthof Bayreuth wiederum bemerkte der Fahrer eines Tiertransports, daß ein Reifen seines Anhängers brannte. Sicherheitshalber entschied er sich, bis zum Schlachthof weiterzufahren. Die Polizeimeldung stellt dazu dann fest: „Es gelang ihm den Anhänger zu löschen, so dass keines der geladenen Tiere zu Schaden kam.“ Das beruhigt einen doch, daß die Rinder bei der Ankunft im Schlachthof nicht verletzt wurden. (Quelle: Polizei Oberfranken)
  4. Wenn man etwas kaufen möchte und Mondpreise verlangt werden, sollte man sich das Geschäft nochmal überlegen. Werden stattdessen Mondgrundstücke angeboten übrigens auch. Ein Mann wollte günstig per Internet ein Grundstück auf dem Mond erwerben und bezahlte mit Kreditkarte. Das einzige, was er dafür bekam, war allerdings eine saftige Abbuchung, da die Mondverkäufer seine Kontodaten zur Selbstbedienung benutzten. (Quelle: Polizei Oberfranken)

Resterampe: Sprung in die Freiheit, Betrunkene Stunts, Grasklau

19.07.2010

Kleinigkeiten, die zu schade zum Wegschmeißen sind:

  1. Zwei Nürnberger wollten die Aussicht auf dem Hofer Bismarckturm genießen. Der ist zwar an sich frei zugänglich, man sollte aber die Öffnungszeiten an der Tür beachten. Die Touristen taten das leider nicht und wurden um acht Uhr abends eingeschlossen. Eine vorbeikommende Passantin bemerkte das sogar noch und verständigte die Polizei, aber einer der beiden war zu ungeduldig, versuchte von der Brüstung zu springen und brach sich unter anderem das Handgelenk. In dem oben verlinkten Foto sollte man vor allem den Steinsockel des Turms mit den Steinstufen beachten, auf die der Mann aus etwa vier Metern gefallen sein muß. Autsch! (Quelle: Polizei Oberfranken)
  2. Ein Betrunkener plumbste in Coburg in den Fluß Itz. Nachdem er feststellte, daß er dadurch sehr dreckig geworden war, zog er seine Sachen aus und … plumbste nochmal in den Fluß. Die Polizei brachte ihn dann in einer Ausnüchterungszelle unter. Der Wiederverkaufswert des Polizeiautos, in dem er transportiert wurde, dürfte gesunken sein. (Quelle: TVO)
  3. Das vorige wäre bereits ein netter Videoclip geworden, aber hier ist es wirklich schade, daß das nicht aufgenommen wurde: Beim Altstadtfest in Marktredwitz trat ein Betrunkener mehrfach nach einem anderen Besucher, allerdings nicht sehr effektiv. Daraufhin versuchte er es mit einem Faustschlag ins Gesicht, verfehlte aber den Kontrahenten, traf stattdessen eine Bierflasche, die eine Frau in der Hand hielt. Die Flasche machte sich selbständig und verletzte wiederum eine andere Besucherin am Kopf. Nüchtern hätte er das bestimmt nicht hingekriegt. (Quelle: Frankenpost)
  4. Wieder etwas neues gelernt, das man klauen kann: Gras. Und zwar nicht das zum Rauchen, sondern das auf der Wiese festgewachsene. Als der Bauer aus Weißenbrunn v. Wald seine gepachteten Wiesen abmähen wollte, mußte er feststellen, daß jemand das schon getan hatte und natürlich auch den Grasschnitt mitgehen ließ. Immerhin weiß ich jetzt, daß Grasschnitt von 1,2 Hektar = 1,6 Fußballfeldern Wiese etwa 1.000 EUR kostet. Wenn Ihnen also der Nachbar anbietet, Ihren Rasen zu mähen, lassen Sie sich nicht über den Tisch ziehen! (Quelle: Polizei Oberfranken)

Schwerer Diebstahl 2

17.06.2009

Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgens aus dem Haus und Ihr Fahrrad ist weg. Das ist ärgerlich, aber nicht ungewöhnlich.

Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgens aus dem Haus und Ihr Auto ist weg. Das ist noch viel ärgerlicher, weil meist teurer und mit einer Menge Papierkram verbunden. Aber auch das ist nicht so ungewöhnlich.

Stellen Sie sich aber nun vor, Sie sind Bauarbeiter, kommen morgens aus dem Haus, setzen sich auf Ihr Fahrrad oder in Ihr Auto, fahren zur Baustelle und der 5 Tonnen schwere Radlader ist weg!

Die Polizei in Selb bittet um Hinweise über Abtransport oder Verbleib der Maschine.

Quelle: Pressemitteilung der Hofer Polizei

Zuvor in diesem Theater:

Schwerer Diebstahl

Das wird ein Fest

16.05.2007

Schon wieder etwas zum Thema „seltsames Diebesgut“: Am Sonntag wurden vom Laster einer Brauerei zwei 50-Liter-Alufässer mit Bier (Premium Pils) gestohlen, Gesamtwert 300 Euro.

Quelle: Pressebericht der Hofer Polizei

Zusammen mit den 144 Kilo Schinken könnte man dann schon ein tolles Fest veranstalten.

Ganz großer Hunger

12.05.2007

Ein LKW-Fahrer stellte abends auf einer Autobahnraststätte sein Fahrzeug ab und ging essen. Als er einige Stunden später den LKW kontrollierte, hatte man Teile der Ladung geklaut: 144 Kilogramm Schinken.

Quelle: Pressebericht der Hofer Polizei

Der Pressebericht spricht übrigens in der Überschrift von 114 Kilo, im Text aber von „zwölf Schinken à zwölf Kilogramm“, was 144 Kilogramm ergibt).

Schwerer Diebstahl

27.04.2007

In Schwarzenbach/Saale wurden in der Nacht zum 23. April zwei Findlinge gestohlen, je Findling ein Gewicht von bis 200 Kilogramm, Gesamtwert ca. 200 Euro.

Quelle: Pressebericht der Hofer Polizei

Das Stehlen von Gullideckeln wäre bequemer gewesen.