Archive for the ‘Alltag’ Category

Nichtlesebestätigung

09.04.2016

Eine nützliche Funktion von E-Mail-Programmen ist die Lesebestätigung. Wird eine Lesebestätigung angefordert, so fragt üblicherweise das E-Mail-Programm des Empfängers, ob es eine solche senden soll. Wenn ja, dann erhält der Absender der Nachricht eine Rückmeldung.

Vor einigen Tagen habe ich nun tatsächlich zum ersten Mal eine Nichtlesebestätigung erhalten. Darin teilt mir die Poststelle einer Behörde mit, daß meine Nachricht, die ich vor ziemlich genau einem Jahr geschrieben hatte, jetzt ungelesen gelöscht wurde.

Glücklicherweise ist diese Information falsch, meine E-Mail wurde gelesen und die Angelegenheit zu meiner Zufriedenheit erledigt.

Interessanter finde ich aber die Frage, wie man auf die Idee kommt, einen Mailserver derartige Nachrichten verschicken zu lassen.

Eigentlich sollte so etwas intern eine Warnmeldung auslösen, wenn anscheinend eine E-Mail so lang ungelesen herumgammelt, damit sich wenigstens jetzt jemand darum kümmert.

Stattdessen teilt man dem hoffnungsvoll geduldig wartenden Bürger mit, daß seine Anfrage für ein ganzes Jahr absolut niemanden interessiert hat und man sie daher jetzt wegschmeißt. Na danke.

Advertisements

Bankenlogik: Terminüberweisung

30.11.2012

Vor Kurzem habe ich festgestellt, daß beim Online-Banking meiner Bank eine Terminüberweisung (also eine Überweisung, die nicht sofort, sondern zu einem bestimmten Datum ausgeführt werden soll) in den Umsätzen mit dem Buchungstext „Dauerauftrag“ auftaucht.

Da ich das etwas verwirrend fand, fragte ich nach, ob man es ändern kann. Leider kann man nicht, da diese Buchungstexte für alle Banken vorgeschrieben sind.

Verblüffend ist aber die Begründung, die mir die Bank nannte: Technisch gesehen sei eine Terminüberweisung ein einmalig ausgeführter Dauerauftrag.

Echt einmalig, dauernd!

Einbruchspuren

03.12.2011

Meine Fernsehzeitung, die tv14, hat wie viele ihrer Art auch einen Ratgeberteil. Die Nummer 24 vom 19.11.2011 hat auf Seite 42ff. unter der Rubrik „Recht“ einen schönen Artikel „Wenn die beste Versicherung nicht hilft“. Er enthält eine Auflistung verschiedener Situationen, bei denen eine Versicherung nicht oder nur teilweise bezahlt, komplett mit dem Aktenzeichen der zugehörigen Gerichtsentscheidung.

So findet man dort, daß man als Fußgänger selbst schuld ist, wenn man nachts in dunkler Kleidung eine Straße überquert und dabei von einem Auto erfaßt wird. Meine Folgerung daraus: nachts immer auf gute Sichtbarkeit achten!

Wer außerdem seine Handtasche mit den Autoschlüsseln in der Diskothek unbeaufsichtigt läßt, kann bei einem anschließenden Autodiebstahl keine Hilfe von der Vollkaskoversicherung erwarten. Meine Folgerung daraus: immer auf die Schlüssel aufpassen!

Und dann war da noch diese Situation:

Meine Folgerung daraus schreibe ich besser nicht auf!

Déjà vu am Aufzug

01.12.2010

Diese Geschichte fand ich ja einmal schon seltsam, aber nun hat sie sich wiederholt.

Gleicher Aufzug, gleiche Situation, andere Frau. Und diesmal habe ich auf Nachfrage nur die lapidare Erklärung bekommen: „Der kommt ja sowieso, auch wenn man ‚runter‘ drückt.“

Das ist an sich zwar logischer als die Erläuterung der anderen Dame, aber weitaus weniger … kreativ.

 

Interessante Interpretation

16.11.2010

Ich gehe im Erdgeschoß zum Aufzug. Der Aufzug hat einen Knopf mit Pfeil nach oben und einen mit Pfeil nach unten. Der Aufzug zeigt an, daß er gerade im 2. Stock steht. Eine Frau stellt sich vor den Aufzug, drückt Pfeil nach unten. Ich will nach oben in den 4. Stock, also drücke ich Pfeil nach oben, logisch. Logisch?

Der Aufzug kommt, die Frau betritt den Aufzug, drückt einen Knopf. Ich bleibe draußen stehen.

„Wollen Sie nicht auch in den Aufzug?“ fragt die Dame.
„Ich will nach oben, der Aufzug hält auf dem Rückweg vom Untergeschoß sowieso nochmal hier“
„Ich will auch nach oben“

Als ich jetzt den Aufzug betrete, sehe ich, daß sie den 3. Stock gewählt hat.

„Warum haben Sie dann nach unten gedrückt, wenn Sie nach oben wollten?“ will ich während der Fahrt wissen.
„Der Aufzug war doch oben im 2. Stock und damit er runter ins Erdgeschoß kommt, habe ich ‚runter‘ gedrückt“

Egal wie sehr man auch glaubt, daß die Funktionsweise von etwas offensichtlich ist, es findet sich doch jemand mit einer eigen(willig)en Sichtweise auf die Dinge.

DLRG antwortet (geruchsfrei)

06.09.2010

Auf eine Anfrage von mir an die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. wegen ihrer penetranten Duftsäckchen habe ich sehr schnell eine Antwort bekommen:

Laut Aussage unserer mit der Bestellung des Duftsäckchens beauftragten Partneragentur wurde das Duftsäckchen in Deutschland hergestellt, enthält biologisch abbaubares Granulat und ist nicht giftig.

Bei der Auswahl unserer kleinen Werbeartikel als Beilage zu den Spendewerbebriefen sind wir sehr darauf bedacht zu erreichen, dass diese von unseren Spendern genutzt werden können. Durch den Gebrauch der Incentives wollen wir erreichen, dass die DLRG in mehrfacher Hinsicht präsent ist. Viele unserer Give-aways haben sich im Laufe der Jahre zu sehr begehrten und gern nachbestellten Produkten entwickelt.

Bei der Wahl zugunsten des Duftsachets sind natürlich mehrere Angebote geprüft worden. Ein gewisser wahrnehmbarer Duft war im Hinblick auf die Funktionalität des Sets schon gewünscht. Allerdings werden Düfte von verschiedenen Personen auch immer unterschiedlich als angenehm oder aufdringlich empfunden, und wir sind von der starken Intensität des Endproduktes ebenso wie Sie überrascht worden.

Für die Unannehmlichkeiten möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Keinesfalls lag es in unserem Interesse, Sie durch unsere Informationspost zu belästigen.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen natürlich gern zur Verfügung.

Scheint also zumindest ungefährlich zu sein, das „Duftsachet“. Wenn man bedenkt, daß viele Dinge, die gut riechen (oder schmecken) mit Chemie vollgestopft sind, erscheint das im Umkehrschluß plausibel.

DLRG verstinkt die Post

04.09.2010

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e. V. sendet Bitten um Spenden aus, aktuell für ihre Rettungshunde. Garniert ist der Brief mit der rührselige Geschichte von der Suche nach einem verschwundenen Alzheimer-Patienten, bei der ein Hund in eine Glasscherbe tritt:

Was dann passiert, ist nur schwer zu erklären: Trotz der Wunde und der offensichtlichen Schmerzen will der tapfere Hund sein Ziel nicht aus den Augen verlieren und gemeinsam mit den anderen Rettungshunden die Spur von Karl G. weiter verfolgen.
(Quelle: Brief der DLRG)

Aber falls das nicht reicht, dem Leser Tränen in die Augen zu treiben, hat die DLRG vorgesorgt: Bei dem Brief findet sich als „Geschenk“ ein Duftsäckchen, das gemäß Aufdruck nach Lavendel riechen soll, aber meiner Nase nach eher einen penetranten zitronenartigen Geruch absondert. So penetrant, daß die gesamte Post des Tages danach stinkt und ich mich schon sehr gewundert hatte, warum ich eine parfümierte Rechnung bekomme und ob das die Zahlungsmoral heben soll.

Das auch noch ausgerechnet mit der Geschichte des Suchhundes zu kombinieren ist die Krönung. Wäre der arme Hund mit der Nase auf so ein Duftsäckchen gekommen, wäre er vermutlich wochen- oder monatelang nicht mehr einsatzfähig gewesen.

Asphaltarbeiten der Stadt Hof 2010

03.08.2010

Zur Abwechslung mal etwas Nützliches. Wie man hier und hier lesen kann, stehen umfangreiche Straßenarbeiten (Deckenerneuerung) an der Ernst-Reuther-Straße (quasi dem Rückgrat von Hof) sowie einigen anderen Straßen an.

Ich habe die Daten mal genommen und eine Karte in Google Maps daraus gebaut.

Alle Angaben ohne Gewähr. Diese Karte wurde von mir privat erstellt und ist keine offizielle Veröffentlichung der Stadt Hof.

Link zur KMZ-Datei (die Google Earth lesen kann)

Wo ist die jaulende Kuh?

12.06.2010

Diese Frage habe ich mir gestellt, als gestern abend bei offenem Fenster merkwürdige Geräusche an mein Ohr drangen. Nach kurzem Überlegen und Blick ins Fernsehprogramm ist mir dann aber doch aufgefallen, daß die Fußball-WM angefangen hat und die Geräusche wohl von einer Vuvuzela stammen.

Hoffe ich zumindest, sonst muß das arme Tier bis zum Ende der WM auf ärztliche Hilfe warten (wenn es so lange durchhält).

Zu kurzes Deutsch

17.05.2010

Vor einiger Zeit habe ich bei der Aktionsware eines Supermarkts ein Mickey Mouse Kissen gesehen:

Na gut, wenn die Kinderchen einen „Tatort“ nachspielen und eines dem anderen das Kissen aufs Gesicht drückt, ist ja möglicherweise Erstickungsgefahr gegeben, aber ist das nicht etwas übertrieben?

Die Auflösung bietet der englische Text (vermutlich das Original zur deutschen Übersetzung) darunter:

Achso!