Archive for the ‘Stadt Bayreuth’ Category

Porno-Förderung: Na und?

20.11.2014

An sich eine recht langweilige Geschichte:

Im Auftrag des bayerischen Wirtschaftsministeriums vergibt die Bayern Innovativ GmbH „Innovationsgutscheine“. Diese sind für StartUp-Unternehmen und Handwerksbetriebe gedacht und mit einer finanziellen Förderung verbunden.

Einen solchen Gutschein erhielt 2012 auch die „Jakob GmbH“ aus Bayreuth und zwar für eine „Online-An- und Verkaufsplattform für Privatkunden von Erotikfilmen ab 18“. Stolz präsentiert die Firma den Gutschein auch auf ihrer Website.

Anscheinend wurde nun erst vom Bayerischen Rundfunk diese Förderung in Höhe von 18.000 EUR entdeckt und eine Menge Leute erklären jetzt, daß das vielleicht irgendwie so nicht hätte passieren dürfen.

Darunter der seinerzeit zuständige bayerische Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP):

Der SZ sagte er, dass er den Fall nicht kenne. […] „Auf Einzelentscheidungen haben wir keinen Einfluss genommen“, erklärte Zeil. Ohne Kenntnis der Details falle ihm die Bewertung schwer. Allgemein könne er für seine Amtszeit sagen, dass Pornoplattformen „nicht im Fokus bayerischer Wirtschaftspolitik“ gestanden seien.

Quelle: sueddeutsche.de

Und die wirtschaftspolitische Sprecherin der SPD, Annette Karl, poltert:

„Pornoplattformen gehören meiner Meinung nach überhaupt nicht staatlich gefördert. […] Innovationsgutscheine sollen junge Unternehmen stützen und nicht die Verbreitung von Pornografie.“

Quelle: br.de

Wo ist denn jetzt eigentlich das Problem? Warum kann man nicht junge Unternehmen und die Verbreitung von Pornografie gleichzeitig stützen?

Nun gut, als SPD-Politiker hat man in Bayern traditionell wenig zu melden. Wenn dann mal Gelegenheit zum Reden ist, muß man es entsprechend laut tun.

Aber sachlich gesehen:

Die Jakob GmbH führt beim Handel mit den Erotikfilmen eine Altersverifikation der Kunden durch, somit ist das Geschäft legal.

Ob der Online-Handel von Hardcore-Pornographie mit Privatkunden auch innovativ ist? Der Geschäftsführer meint dazu:

„Wir waren die ersten, die ein Portal eingerichtet haben, über das die Nutzer gezielt auch Erotikfilme ab 18 an- und verkaufen können“

Quelle: infranken.de

Inzwischen hat auch die Bayern Innovativ GmbH (die den Innovationsgutschein ausgestellt hat) selbst eine Presseerklärung herausgegeben.

Darin steht einerseits:

Der Projektträger hat sich dabei der Objektivität und Neutralität bei der Bewertung eines Vorhabens verpflichtet und darf keine Branche oder Themen von vorneherein ausschließen.

Aber andererseits:

Dr. Markus Eder, seit 1.10.2014 Geschäftsführer der Bayern Innovativ GmbH: „Die kritischen Nachfragen sind berechtigt, da die Förderung eine zwar von Vielen genutzte, aber doch umstrittene Branche betrifft. Mehr Fingerspitzengefühl bei der damaligen Anwendung der von den Förderrichtlinien vorgegebenen Entscheidungsspielräume wäre wünschenswert gewesen.[…]

Also auch hier kein Rückgrat, obwohl das doch angeblich gerade erst durch Masturbation weich wird?

Man kann sicherlich Gründe finden, warum andere Unternehmen die Förderung eher verdient hätten als die Jakob GmbH. Dann sollte man das bei weiteren Fördermaßnahmen, zumindest stichprobenartig, aber auch überprüfen.

Vermutlich kämen dann andere zweifelhafte Fälle zu Tage, nur eben ohne Pornos.

 

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Uni Bayreuth: Alumni gestern und heute

24.02.2011

Die Universität Bayreuth legt großen Wert auf guten Kontakt und regen Austausch mit ihren Alumni.

steht auf der Seite
http://www.uni-bayreuth.de/alumni/index.html.

Die sah gestern so aus:

und heute so:

Bei manchen Alumni hat die Uni vielleicht eher ein reges Interesse daran, sie auszutauschen.

Slapstick mit Auto

26.04.2010

Auch wenn Schadenfreude ja etwas ganz böses ist, speziell auf Kosten einer über 80 Jahre alten Dame aus Bayreuth, man kann sich ein Grinsen bei der Geschichte nicht verkneifen.

Besagte Frau wollte mit ihrem Mercedes rückwärts aus ihrer Garage fahren, war dabei allerdings zu schnell und durchbrach den Gartenzaun des gegenüberliegenden Grundstücks. Vermutlich vor Schreck fuhr sie dann wieder vorwärts, das allerdings auch zu schnell, in die Garage hinein, durchbrach die Garagenwand und nietete noch das dahinterliegende Gartenhäuschen um.

Verletzt wurde die Frau nicht, hat aber nun einen Schaden von 25.000 EUR und braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Quelle: Polizeibericht

Müllentsorgung?

28.08.2009

Es kommt ja häufiger vor, daß rücksichtslose Zeitgenossen ihren Müll im Vorbeigehen in gepflegten Vorgärten entsorgen. Und so finden sich denn Papier, Verpackungen oder auch mal Kondome dort an.

Ein Bayreuther machte Dienstagmittag dann allerdings doch einen merkwürdigen Fund in seinem Gartenbeet: Vier Geweihe!

Da diese auf Holzbrettern montiert waren, ist der zufällige Verlust durch vorbeikommende Hirsche auszuschließen.

Quelle: Pressemitteilung der Bayreuther Polizei

Don’t drink and … change

20.08.2009

Wieder etwas zur Abschreckung von Alkoholkonsumenten:

Ein 25-Jähriger  holte  in Bayreuth in den frühen Morgenstunden Geld von der Bank und wurde kurz darauf von einer Frau angesprochen, die ihn bat, einen 100-Euro-Schein zu wechseln. Vermutlich aufgrund seines Alkoholkonsums merkte er erst verspätet, daß der Schein nur eine schlechte Farbkopie war.

Von der Trickbetrügerin und einer Komplizin fehlt bis jetzt jede Spur.

Quelle: Pressemitteilung der Bayreuther Polizei

Zuvor in diesem Theater:

Zuviel Gewissensbisse, zuviel “Wetten, daß…” oder zuviel Alkohol?

Innen und außen

08.11.2008

Natürlich will man eine Pressemeldung nicht zu lang gestalten. Heutige Journalisten haben nicht mehr die Zeit, so etwas zu lesen. Außerdem wird aus einer einfachen Verhaftung sowieso meist nur eine winzige Meldung irgendwo versteckt im Lokalteil.

Trotzdem hätten Bayreuther Polizei und Staatsanwaltschaft in der gemeinsamen Presseerklärung das sinnentstellende Kürzen den Zeitungsmachern überlassen sollen:

Aufgrund seines Erscheinungsbildes und seines sehr nervösen Verhaltens bestand der Verdacht, dass der 25-Jährige unter Drogeneinfluss stand. Eine Durchsuchung bestätigte die Vermutungen der Beamten.

Neuerdings werden bei Durchsuchungen also auch Blut und innere Organe unter die Lupe genommen.

Kein Ausgang

28.01.2008

„Ich geh‘ dann mal.“ Irgendsoetwas hatte der Student vermutlich gesagt, kurz bevor er bei einer Feier mit anderen Studenten seine Jacke und seinen Rucksack nahm. Dann ging er allerdings nicht den üblichen Weg durch die Tür, sondern betrat den Balkon, kletterte über die Brüstung und sprang in den Hof.

Es half auch nichts, daß man ihm dringend davon abgeraten hatte. Die Wohnung lag nämlich im zweiten Stock und der Übermütige landete mit leichter Gehirnerschütterung und Sprunggelenksverletzung im Krankenhaus.

Quelle: Pressemeldung der Bayreuther Polizei

Magisch

27.01.2008

Nachdem ein 27-Jähriger bei einer Feier angefangen hatte, über „Pulsadern aufschneiden“ zu reden, rief man sicherheitshalber die Polizei. Der erzählte der Mann, daß er schon seit 14 Jahren auf die gleiche Zauberschule wie Harry Potter geht.

Eigentlich wollte er auch bereits die Feier verlassen, konnte aber seinen Besen nicht finden, um damit wegzufliegen. Außerdem erkannte er einen der Polizisten als „Totesser“. Das genügte dann für eine Einweisung ins Bayreuther Bezirkskrankenhaus.

Die Pressemeldung der Bayreuther Polizei schließt mit den beruhigenden Worten:

Der erkannte Beamte hat übrigens bis heute keinen seiner Kollegen verspeist.

Süße Urinprobe

10.11.2007

Die Bayreuther Polizei kontrollierte einen 26-jährigen Mann. Obwohl Hofer hatte er einen tschechischen Führerschein dabei und machte einen verwirrten Eindruck, offensichtlich stand er unter Drogen.

Daraufhin verlangten die Polizisten eine Urinprobe. Stattdessen versuchte der Mann aber den Beamten Limonade als Urin unterzujubeln, was erwartungsgemäß nicht funktionierte. Außerdem hatte er seinen deutschen Führerschein bereits wegen Drogenkonsums verloren.

Warum der Mann auf die Polizisten so verwirrt wirkte? Unter anderem, weil er auf Verlangen sein Warndreieck nicht vorzeigen konnte, da er es im Auto nicht fand. Daß er es während der Suche bereits in der Hand hielt, entging ihm.

Quelle: Pressemeldung der Bayreuther Polizei

Betreten verboten

03.07.2007

Ein bislang Unbekannter wollte wohl auf seine Weise gegen den Autoverkehr in Städten demonstrieren und lief über einen geparkten Fiesta (Sachschaden etwa 1.000 Euro).

Immerhin hat die Polizei einen Anhaltspunkt: Der Täter hat deutliche Schuhabdrücke hinterlassen.

Quelle: Pressemeldung der Bayreuther Polizei