Archive for 6. Juli 2010

Polizeimeldung gibt mehr Fragen als Antworten

06.07.2010

Irgendwie finde ich diese Meldung etwas unbefriedigend: Drei Schüler zwischen 15 und 17 sitzen um 22 Uhr in einem Park in Naila auf einer Bank. Die Polizisten beobachten beim Annähern mit ihrem Fahrzeug „hektisches Treiben“.

Als die Polizisten die Jugendlichen kontrollieren, finden sie nur sogenanntes Longpaper, das zwar gerne zum Drehen von Joints benutzt wird, aber selbst nicht verboten ist.

Ein angeforderter Diensthund findet in der Wiese anschließend einen Joint.

Soweit klar, jetzt unklar:

Laut Meldung fand der Hund einen „frisch gedrehten Joint“. Da ich damit keine Erfahrung habe (wirklich nicht!) frage ich mich, wie man das erkennt. Je nachdem, wieviel Zeit bis zum Eintreffen des Diensthundes vergangen ist, wäre der zum Verkleben verwendete Speichel am Joint vermutlich getrocknet. Abgesehen davon könnte die Hundeschnauze auch Feuchtigkeit abgegeben haben.

Falls man das „frisch gedreht“ aber nicht feststellen kann, wäre der Joint nicht mehr zuzuordnen, denn das Wegwerfen gesehen  haben die Beamten ja anscheinend nicht. Falls der Bereich ein beliebter Treffpunkt zum Kiffen ist, vergrößert sich der Kreis der Verdächtigen.

Über diese Fragen entscheiden wird am Ende der Richter, denn „Die Drei müssen sich jetzt vor Gericht wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln verantworten“.

Die Polizei scheint sich ja schon mal sicher zu sein, auch wenn ich nicht verstanden habe, warum.

Advertisements