Waffenfrei Amok laufen

Nach dem Amoklauf von Winnenden zeigen nun einige aufgeschreckte Behördenvertreter, wie man auch waffen- und gewaltfrei Amok laufen kann und zwar so gewaltfrei, daß selbst Waffen aus Schaumstoff als bedrohlich betrachtet werden.

So planten einige Jugendliche in der Jugendfreizeitstätte Hombruch ein LARP („Live Adventure Roll Play”), um sich, ganz real, ohne Computer, als „Tremonias Erben“ in einem mittelalterlichen Rollenspiel zu treffen, mitunter auch zu kämpfen (mit besagtem Schaumstoff), aber vor allem um Spaß zu haben.

Nachdem viel Zeit und Arbeit in die Vorbereitung investiert worden war, entschied das Jugendamt Dortmund als Betreiber der JFS Hombruch, das „Konzept noch einmal auf den Prüfstand“ stellen zu wollen und sagte die Veranstaltung ab. Die Rollenspieler sind entsprechend geknickt.

Zugegeben, so ein Jugendamt hat es nicht leicht. Wenn sie sich nicht kümmern und ein Kind stirbt, sind sie schuld und wenn sie eingreifen spricht man oft von Behördenwillkür.

Aber wenn eine Veranstaltung zum dritten Mal stattfinden soll und nach den ersten beiden Rollenspielen in den Oster- und Herbstferien 2008 offensichtlich nichts passiert ist, ist kein Grund für eine derart hektische Reaktion gegeben.

Außer natürlich, daß man der Öffentlichkeit suggerieren wollte, wachsam zu sein.

Quelle: Der Westen, via Netzpolitik

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