Ein Mann gegen die DDR

Ein Mitarbeiter der Firma Lauterbach in Sachsen-Anhalt, die verschiedene technische Artikel anbietet, schickte eine Werbemail an die Möbeltischlerei Calmund in Wesel.

Anstatt daß der Empfänger allerdings glücklich darüber war, endlich tolle Angebote für Glasbaubeschläge zu erhalten, wünschte er sich in seiner Antwort lieber den Wiederaufbau der Mauer und gab zu bedenken, daß seine Mitarbeiter angewiesen seien, nichts aus der DDR zu beziehen.

Nicht nur Privatleute ärgern sich mit unerwünschter Werbung herum, dem Geschäftsmann geht es ebenso. Klaus Calmund hatte offensichtlich schon zuviel Werbung und einen schlechten Tag, als er seine böse E-Mail von West nach Ost schickte.

Danach hatte er einen richtig schlechten Tag, denn anstatt diese Provinzposse als solche abzuhaken, stürzte sich das Fernsehen auf die Geschichte. In Brisant in der ARD wurde es als „Unverschämtheit des Jahres“ bezeichnet und auch bei RTL ereiferte man sich über die Mail.

Wo Fernsehen ist findet man auch Politiker und so gab Wolfgang Böhmer, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, in der ARD zum Besten, daß er die Kanzlerin über die Geschichte informieren wolle. Als ob die Frau nichts Besseres zu tun hätte (obwohl…, hat sie vielleicht wirklich nicht).

Quelle: DerWesten

Kurz darauf hat sich der Tischlerei-Chef übrigens für seine Mail entschuldigt und sich dabei gefragt, ob heute noch immer eine spezielle Ostförderung wie der Solidaritätszuschlag nötig ist. Aber Frau Merkel wird vermutlich keine Zeit haben, sich darüber Gedanken zu machen.

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