Sohn der Stadt?

Wie unsere Regionalzeitung Frankenpost berichtet, ist die Stadt Hof wenig erfreut über ihren Wikipedia-Eintrag. Darin steht nämlich unter „Persönlichkeiten“/“Söhne und Töchter der Stadt“ auch Karl Fritsch, Gründer der NSDAP Ortsgruppe in Hof, dann sächsischer Innenminister zu Hitlers Zeiten und folgerichtig ein Nationalsozialist. Versuche, ihn aus der Liste zu entfernen blieben erfolglos, er taucht immer wieder auf.

Es ist verständlich, daß die Stadt lieber mit positiven, werbeträchtigen Namen auffallen möchte, aber ein ehemaliger sächsischer Innenminister ist nunmal wichtig, also eine Persönlichkeit und als geborener Hofer war er auch ein Sohn dieser Stadt. Ganz nüchtern betrachtet (und so sollte die Wikipedia betrachtet werden) gehört er also durchaus in diese Liste.

So emotionslos hat es die Frankenpost allerdings nicht gesehen, wenn sie schreibt:

„Internetseite führt NS-Politiker als großen Hofer“
„Karl Fritsch […] hat sich warum auch immer in die Reihe der geehrten Hofer gemogelt.“

Davon, daß er als groß oder geehrt bezeichnet würde, ist in der Wikipedia nichts zu sehen.

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