Archiv für die Kategorie ‘Polizeibericht’

Auf dem Trockenen

11.11.2009

Warum es passierte, ist natürlich nur meine Spekulation, aber vielleicht stellte der Mann kürzlich fest, daß er finanziell auf dem Trockenen saß und wollte sein Konto wieder flüssig machen.

Also betrat er abends um 23 Uhr eine Sparkasse in Marktredwitz und … pinkelte in den Kontoauszugsdrucker, was zu einem Schaden von 10.000 Euro und wohl auch unangenehmem Geruch in der Bank führte.

Quelle: Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberfranken

Ein Nachbar

29.08.2009

Die folgende Pressemitteilung der Hofer Polizei muß ich einfach mal so stehen lassen:

HOF. Wie erst jetzt angezeigt wurde, bedrohte Anfang August in der Marienstraße ein 20-Jähriger seine Nachbarin mit einem Messer und verlangte an der Wohnungstür nach Milch und Zucker.

Erst als die Geschädigte mit der Polizei drohte, ließ er ab. Der mutmaßliche Täter ist mittlerweile ausgezogen und unbekannten Aufenthalts. Die Hofer Kripo fahndet nach ihm wegen versuchter räuberischer Erpressung.

Dazu fällt mir nur noch ein Wort ein: Häh?

Müllentsorgung?

28.08.2009

Es kommt ja häufiger vor, daß rücksichtslose Zeitgenossen ihren Müll im Vorbeigehen in gepflegten Vorgärten entsorgen. Und so finden sich denn Papier, Verpackungen oder auch mal Kondome dort an.

Ein Bayreuther machte Dienstagmittag dann allerdings doch einen merkwürdigen Fund in seinem Gartenbeet: Vier Geweihe!

Da diese auf Holzbrettern montiert waren, ist der zufällige Verlust durch vorbeikommende Hirsche auszuschließen.

Quelle: Pressemitteilung der Bayreuther Polizei

Don’t drink and … change

20.08.2009

Wieder etwas zur Abschreckung von Alkoholkonsumenten:

Ein 25-Jähriger  holte  in Bayreuth in den frühen Morgenstunden Geld von der Bank und wurde kurz darauf von einer Frau angesprochen, die ihn bat, einen 100-Euro-Schein zu wechseln. Vermutlich aufgrund seines Alkoholkonsums merkte er erst verspätet, daß der Schein nur eine schlechte Farbkopie war.

Von der Trickbetrügerin und einer Komplizin fehlt bis jetzt jede Spur.

Quelle: Pressemitteilung der Bayreuther Polizei

Zuvor in diesem Theater:

Zuviel Gewissensbisse, zuviel “Wetten, daß…” oder zuviel Alkohol?

Schwerer Diebstahl 2

17.06.2009

Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgens aus dem Haus und Ihr Fahrrad ist weg. Das ist ärgerlich, aber nicht ungewöhnlich.

Stellen Sie sich vor, Sie kommen morgens aus dem Haus und Ihr Auto ist weg. Das ist noch viel ärgerlicher, weil meist teurer und mit einer Menge Papierkram verbunden. Aber auch das ist nicht so ungewöhnlich.

Stellen Sie sich aber nun vor, Sie sind Bauarbeiter, kommen morgens aus dem Haus, setzen sich auf Ihr Fahrrad oder in Ihr Auto, fahren zur Baustelle und der 5 Tonnen schwere Radlader ist weg!

Die Polizei in Selb bittet um Hinweise über Abtransport oder Verbleib der Maschine.

Quelle: Pressemitteilung der Hofer Polizei

Zuvor in diesem Theater:

Schwerer Diebstahl

Mißverständliche Erfolgsmeldung

01.05.2009

Vielleicht geht es nur mir so, aber bereits die Überschrift der Pressemeldung „Erfolgreiche Pegnitzer Polizisten auch im Verkehrsbereich“ fand ich leicht mißverständlich. Aber was danach kam, war wesentlich eindeutig uneindeutiger:

Eigentlich hätte man vermuten können, dass sich die Polizisten auf die Bekämpfung von Straftaten konzentrieren und alle anderen Aufgaben zurückstellen. Genau das Gegenteil beweist allerdings jetzt die Vorlage der Verkehrsstatistik 2008 für den Inspektionsbereich Pegnitz.

*Schluck*!

Auch hier setzten die Beamten u.a. im Bereich der Aufklärung von Verkehrsunfallfluchten sowie bei Trunkenheitsfahrten Maßstäbe.

*Schluck* *Schluck* *Schluck*?

Die Natur schlägt zurück

28.04.2009

Zwei Angler hatten am Samstag den Bismarckteich geleert, um die enthaltenen Fische einzusammeln und sie später wohl dem menschlichen Verzehr zuzuführen. Das im Teich verbliebene Wasser gab einigen Fischen aber noch genug Lebensraum, um einer „Verwertung“ fürs Erste zu entgehen.

Die Angler allerdings wollten das nicht akzeptieren, wateten mit Keschern bewaffnet in die traurigen Reste des Teichs, um die Fische zu fangen und … blieben im Schlamm stecken.

Erst eine Rettungsaktion der Feuerwehr half ihnen aus ihrer Lage wieder heraus.

Quelle:  Pressemeldung der Hofer Polizei

Die Polizei, Dein Freund und … Rechtsexperte?

08.04.2009

Die Polizeidirektion Hof hat eine Pressemitteilung herausgegeben, die so beginnt:

Graffiti-Serie geklärt – Eltern haften!

TÖPEN, LKR. HOF. Zwei Jungs im Alter von elf und zwölf Jahren richteten durch Graffitisprühen einen Schaden von 2500 Euro an. Die Eltern müssen jetzt dafür aufkommen.

Das wohlbekannte „Eltern haften für ihre Kinder“ gilt aber in Wahrheit nur eingeschränkt, je nach dem, wie alt die Kinder schon sind.

Ich bin kein Jurist, aber beispielsweise die Bahn ist anderer Ansicht als die Hofer Polizisten:

Eltern haften in der Regel nicht für Schäden, die ihre Kinder durch Sprayen oder durch Beschädigen verursacht haben.

Ebenso die Berliner Polizei:

Die Eltern haften nur für ihre Kinder, wenn eine Verletzung der Aufsichtspflicht nachgewiesen werden kann.

Unsere Hofer Polizisten sollten sich also mit der Einschätzung der Rechtslage etwas zurückhalten.

Update (23.04.09):

Nach einer Anfrage von mir hat man den Text jetzt leicht verändert.

Unglückliche Erinnerung

11.02.2009

Viele Menschen tragen Fotos ihrer Lieben bei sich, um Frau, Mann oder Kinder eben immer irgendwie bei sich zu haben, mit ihnen verbunden zu sein und um die Fotos Kollegen oder Bekannten zu zeigen.

Eine ähnlich tiefe emotionale Beziehung hatte möglicherweise auch der 32-Jährige, bei dem die Polizei im Zug von Hof nach Marktredwitz einige Marihuanakrümelchen fand.

Als sie den  Mann weiter durchsuchten fanden sie dann auch einige Fotos seiner Liebsten, nämlich seiner Cannabisplantage, die zuhause auf ihn wartete.

Nun mußte er sich von ihr zwangsweise trennen, hoffentlich hat ihm die Polizei wenigstens die Fotos als Erinnerung gelassen.

Quelle: Pressemeldung der Hofer Polizei

Tiefer, härter, schwerer

24.01.2009

Am 20. Januar ereigneten sich gleich zwei recht ähnliche Unfälle, morgens bei Hohenberg an der Eger und nachmittags bei Plankenfels. Bei beiden kam ein Fahrzeug von der Fahrbahn ab und rauschte eine Böschung hinunter, beide Male gab es nur Leichtverletzte.

Man könnte fast den Eindruck bekommen, es gab hier einen Wettbewerb um den spektakuläreren Unfall.

Während es in Plankenfels nur fünf Meter abwärts ging, hat man in Hohenberg zehn Meter zu bieten. Dafür war es in Plankenfels ein Abschleppwagen samt aufgeladenem Auto, das dann separat durch die Gegend kullerte. Hohenberg hat nur einen normalen PKW zu bieten, in dem allerdings neben der Fahrerin auch ihre 8jährige Tochter saß, die unverletzt blieb.

Wen kann man da jetzt zum Sieger erklären?